Sprechen Sie mit Leuten, die Ahnung haben!

Es ist trau­rig, aber wahr: Vie­le Ärz­te, Psy­cho­lo­gen und selbst man­che Sucht­be­ra­ter und -the­ra­peu­ten ha­ben kein Ah­nung von Sucht. Al­so in­for­mie­ren Sie sich am Bes­ten bei an­de­ren An­ge­hö­ri­gen oder in Selbst­hil­fe­grup­pen und las­sen sich Emp­feh­lun­gen ge­ben.

Auch bei der Aus­wahl der Ent­gif­tung­s­ein­rich­tung ist Auf­merk­sam­keit an­ge­bracht. Sie wis­sen: Ent­gif­tung ist ei­ne not­wen­di­ge Vor­aus­set­zung für ei­ne er­folg­rei­che The­ra­pie, nur für sich ge­nom­men aber wert­los. Ei­ne gu­te Ent­gif­tung­s­ein­rich­tung weiß das und ar­bei­tet auf den Über­gang in ei­ne am­bu­lan­te oder sta­tio­nä­re The­ra­pie hin. Be­son­ders ge­eig­net sind des­halb "Qua­li­fi­zier­te Ent­gif­tun­gen", bei de­nen schon Suchtthe­ra­peu­ten wäh­rend des Au­f­ent­hal­tes den Be­trof­fe­nen be­g­lei­ten und be­ra­ten. 

Ein Schritt nach dem anderen!

Al­les liegt wie ein rie­si­ger Berg vor Ih­nen. Sie wis­sen gar nicht, wo Sie an­fan­gen sol­len: so vie­le Pro­b­le­me, Ängs­te und Ver­zweif­lung.

Aber jetzt gibt es nur ein Ziel: das Dra­ma stop­pen, die Krank­heit stop­pen - und das heißt: Ab­s­ti­nenz her­s­tel­len - wenn es sein muss: er­zwin­gen. 

So­lan­ge der Be­trof­fe­ne nicht ab­s­ti­nent ist, ist es völ­lig sinn­los, mit ihm oder ihr zu ver­han­deln. Es wird nichts nüt­zen. 

Wenn Ih­re Be­ra­ter Ih­nen nicht mehr bie­ten als Rat­schlä­ge, wie Sie Ih­re Si­tua­ti­on bes­ser aus­zu­hal­ten kön­nen und zu­zu­war­ten, bis der Be­trof­fe­ne sich be­qu­emt, frei­wil­lig in ei­ne Be­hand­lung zu ge­hen - dann soll­ten Sie Ih­ren Be­ra­ter wech­seln.

Trotzdem: Suchen Sie sich persönliche Hilfe

Blei­ben Sie mit Ih­ren Nö­ten nicht al­lein. Es tut gut, dar­über zu re­den - vor al­lem mit an­de­ren Men­schen, die in der glei­chen Si­tua­ti­on ste­cken wie Sie. Die­se Men­schen wer­den Ih­nen Mut ma­chen, sich durch­zu­set­zen.

Su­chen Sie sich ei­ne Grup­pe, in die Sie he­r­ein­pas­sen. Es gibt tol­le Grup­pen, es gibt blö­de Grup­pen. Pro­bie­ren Sie es ein­fach aus. Und selbst wenn Sie al­le Grup­pen ab­klap­pern - nie­mand nimmt das krumm.

Hü­ten Sie sich aber vor Grup­pen, in de­nen nur das ei­ge­ne Elend be­spie­gelt wird. Da ler­nen Sie nie, was für Sie das Wich­tigs­te ist: wie­der La­chen.